"Was machen Sie beruflich?"


Das berufliche Leben als Patchwork, entstanden aus Neigungen, Begabungen und - dem Zufall. Einige "Grundfarben" tauchen immer wieder auf und halten alles zusammen. Mein besonderes Interesse gilt: Sprache(n); anderen Menschen und ihren Lebensgeschichten; alternativen Lebensentwürfen jenseits von Konsum und Hektik; fremden Kulturen (insbesondere China) und den reizvollen Unwägbarkeiten interkultureller Begegnungen.

Sonntag, 6. Januar 2019

Erster Projektmonat 2019: Fotos

In meinem ersten Projektmonat in diesem Jahr will ich mich mit Fotos beschäftigen. Das kann alles Mögliche bedeuten:

Alte Fotos ordnen. Ich habe zwar schon eine Menge Alben, aber es gibt da noch diese alte Whiskeykiste aus Blech voller Bilder aus ganz unterschiedlichen Zeiten...
Auch die digitalen Fotoordner sind nicht unbedingt in einem Zustand, dass ich ohne Probleme finde, was ich suche.








Ich könnte auch ein Fotobuch gestalten, zum Beispiel aus den Fotos meiner Kindheit oder über die Reisen in China...







Außerdem würdeich gerne mehr über Fotografieren lernen. Im Moment habe ich nur eine kleine Kompaktkamera und knipse mit den automatischen Einstellungen.

Einige meiner Fotos würde ich gerne mal größer ausdrucken und aufhängen. Ich habe auch vor langem schon ein paar Bilderserien angefangen, die ich weiterführen möchte. Eine davon ist die Bio-Rothko-Serie (mehr), eine andere heißt Dichterstraßen. Dafür habe ich Goethe- und Schillerstraßen in verschiedenen Städten fotografiert.

Als erstes habe ich mir letzte Woche das Buch "Digital fotografieren lernen - Schritt für Schritt zu perfekten Fotos" ausgeliehen und schon mal angefangen, mich in die Welt von Belichtungszeiten, Blenden und ISO-Werten einzulesen. Uff!

Freitag, 4. Januar 2019

Zum neuen Jahr: Projekte! Projekte! Projekte!

Vor etwa zwei Jahren war ich wieder einmal unzufrieden damit, dass es so viele Dinge gibt, die ich spannend finde, die ich gerne einmal ausprobieren oder für die ich mir mehr Zeit nehmen möchte - dass ich es aber oft einfach nicht mache. Ich hatte das Gefühl, meine Interessen blockieren sich geradezu gegenseitig. Kaum fange ich das eine an, schon melden sich die anderen zu Wort und beschweren sich, dass sie zu kurz kommen. Das hat mich auf die Idee mit den Projektmonaten gebracht. Kurz gesagt geht es darum, sich einen Monat lang in seiner freien Zeit (nur) einer Sache zu widmen. Ohne schlechtes Gewissen, denn alles andere kann ja in einem anderen Monat zu seinem Recht kommen.

Mein erster Projektmonat war Nähen. Mein Arbeitszimmer verwandelte sich in ein Nähatelier, alle meine Stoffe lagen herum, dazwischen Borten, Bänder, Reißverschlüsse, die Nähmaschine stand immer bereit. Ich habe mir Bücher aus der Bibliothek geholt und mich mit einer nähbegeisterten Freundin getroffen, um mich inspirieren zu lassen. Nachts habe ich mir auf Youtube Nähvideos angesehen. Es war richtig berauschend. Nach einem Monat (vielleicht waren es auch sechs Wochen) habe ich dann alles wieder zusammengepackt, die letzten Fäden aus dem Teppich geklaubt, die Nähmaschine verstaut und mir überlegt, worauf ich mich als nächstes einlassen möchte.

Es war und ist eine spannende Erfahrung. Oft verlaufen die Monate ganz anders als ich mir das am Anfang vorstelle. Sie entwickeln ein Eigenleben. Es tut mir auch einfach gut, mich - zumindest vorübergehend - auf eine Sache einzulassen, statt mich ständig zu verzetteln. Weil ich mir denke, dass es anderen vielleicht auch so geht, habe ich mir für das neue Jahr vorgenommen, meine Projekt-monate auf meiner Website zu dokumentieren. Vielleicht lässt sich ja der eine oder die andere davon inspirieren.

Hier auch gleich eine erste kleine Übung:
Einfach mal unzensiert alles aufschreiben, was man gerne mal machen möchte, wofür man gerne Zeit hätte, wovon man schon lange träumt oder was man einfach mal ausprobieren möchte.

Meine vorläufige Liste für das neue Jahr sieht zum Beispiel so aus:
Fotos / Musik machen / Chinesisch (Englisch, Spanisch) lernen / nähen / ohne Plastik leben / kochen / meditieren / etwas mit Geräuschen, Tönen machen / Wellness, Massagen, Yoga / Vogelstimmen kennenlernen / basteln / singen / Buchbinden lernen / Tai Ji Quan lernen / alle Museen in Hamburg ansehen / Ausflüge in der Umgebung machen / mich mit essbaren Wildpflanzen beschäftigen / Aquarellmalerei / Gedichte lesen / Modedesign...

Das ist natürlich zuviel für ein Jahr. Aber das ist egal. Erst einmal geht es darum, ins Träumen zu kommen und Ideen zu sammeln. Was ich dann wirklich mache, wird sich zeigen.