"Was machen Sie beruflich?"


Das berufliche Leben als Patchwork, entstanden aus Neigungen, Begabungen und - dem Zufall. Einige "Grundfarben" tauchen immer wieder auf und halten alles zusammen. Mein besonderes Interesse gilt: Sprache(n); anderen Menschen und ihren Lebensgeschichten; alternativen Lebensentwürfen jenseits von Konsum und Hektik; fremden Kulturen (insbesondere China) und den reizvollen Unwägbarkeiten interkultureller Begegnungen.

Dienstag, 13. Februar 2024

Das Jahr des Drachen 2024

Letzten Samstag, am 10. Februar, hat nach dem chinesischen Mondkalender das Jahr des Drachen begonnen und das Jahr des Hasen abgelöst. 


Das Hasenjahr sollte für Frieden, Diplomatie, Entspannungspolitik stehen. Da hat der Hase offensichtlich einen schlechten Job gemacht. 

Der Drache ist dagegen ein mächtiges Tier. Ein Drachenjahr steht für grandiose und kühne Projekte, für Denken in großem Maßstab. Es gilt als günstiges Jahr für Eheschließungen, Geburten und Geschäftseröffnungen. Aber in meinem Astrologiebuch heißt es auch: "Im Jahr des Drachen brechen Glück wie Desaster in massiven Wogen über uns herein. Gekennzeichnet wird es von zahlreichen Überraschungen und Naturkatastrophen." (Theodora Lau: Chinesische Astrologie)

Anders als bei uns ist der Drache in China ein positives Symbol. Menschen, die im Zeichen des Drachen geboren sind, gelten als leidenschaftlich, kühn und großherzig. Sie sind direkt und offen und keineswegs nachtragend. Die negative Seite ist eine gewisse Dickköpfigkeit und eine Neigung zum Größenwahn. 

 

 

 

Wir haben jedenfalls das neue Jahr am Samstag mit einem schönen Fest in unserer Wohnung begangen. Mit chinesischem Essen, vielen Fu (=Glück) Zeichen, die ein chinesischer Freund kalligraphiert hat und die die Gäste mit nach Hause nehmen durften. Und eine chinesische Freundin spielte uns etwas auf der Guzheng vor. Der Auftakt war schon mal gut, jetzt kann das Glück über uns hereinbrechen.







Montag, 15. Januar 2024

Gutes Omen für 2024

Am 4. Januar, das Jahr war noch frisch, ging ich in ein Café, um meine Wünsche und Vorsätze für das neue Jahr aufzuschreiben. Ein Ritual. Das Café war fast voll, ich fand noch ein Plätzchen und breitete mein Tagebuch und meine bunten Filzstifte aus. Am Tisch neben mir saß ein smarter, junger Mann. Ein älteres Ehepaar fragte, ob es sich dazusetzen könnte. Und dann gerieten die drei unversehens in ein Gespräch - über das Weltgeschehen, Tennis, Stars, persönliche Interessen. Ein Gespräch, das über Smalltalk hinausging und an dem offensichtlich alle Beteiligten ihr Vergnügen hatten. Auch ich am Nebentisch, wenngleich es nicht ganz einfach war, mich gleichzeitig auf meine guten Vorsätze zu konzentrieren. "Das ist ja heute mal eine unerwartete Begegnung!", meinte der ältere Mann erfreut. Als ich ging, saßen sie immer noch da. 

Ich nahm es als gutes Omen für dieses Jahr. Menschen, die sich nicht kennen und miteinander ins Gespräch kommen, unerwartete Begegnungen, die den Tag bereichern... Mehr davon!