Eingeladen hatte uns der "Arbeitskreis Interkulturelles Leben" der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Der Name wirkt heute erst einmal befremdlich, es handelt sich jedoch nach eigenen Angaben um die älteste zivilgesellschaftliche Organisation im deutschsprachigen Raum und mit "Patriotismus" sei vor allem "die uneigennützige Beförderung des Gemeinwesens" gemeint gewesen (Wikipedia) (mehr). So führte die Patriotische Gesellschaft den Blitzableiter und Kartoffelanbau in Hamburg ein, gründete 1778 die erste Sparkasse in Europa, die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen und unterstützte den Bau des Museums für Kunst und Gewerbe in der Hansestadt. Auch heute ist der Verein in vielen sozialen und städtischen Bereichen tätig, Schwerpunkte sind Denkmalschutz und Stadtentwicklung, aber es gibt auch Vorträge zu Klimaschutz und Energieversorgung, und ein Familienstipendium, das begabte Kinder aus sozial benachteiligten Stadtvierteln in ihrer Bildung unterstützt. Und eben den "Arbeitskreis Interkulturelles Leben".
Unser Vortrag war gut besucht, darüber freuten wir uns. Die Diskussion verlief dann nicht ganz so, wie wir uns das vorstellt hatten. Wir hatten darüber reden wollen, wie interkulturelle Begegnungen gelingen können, auch heute, hatten deshalb auch immer wieder persönliche Erfahrungen in den Vortrag integriert. Und gehofft, dass das Publikum ebenfalls eigene Erfahrungen einbringt. Aber das Gespräch blieb dann doch eher auf unser Buch bezogen oder wendete sich ganz anderen Themen zu, wie der Situation der Frau in China. Worüber man natürlich auch viel sagen kann, allerdings in einem anderen Kontext.Aber so ist das bei Lesungen oder Vorträgen, man hat es nie ganz in der Hand, was ankommt und wie sich die Diskussion entwickelt. Das macht es ja auch spannend. Gut fand ich am Ende die Frage des Moderators, ob es im Publikum Chinesen und Chinesinnen gebe, die in Hamburg lebten und vernetzt seien. Er war überrascht, dass es eine ganze Reihe von Vereinen gibt, und bot einen künftigen Austausch an.
Anschließend gab es noch Getränke und wir lernten zwei interessante Frau von der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Verständigung e.V. kennen. Isabelle Hansen, die Frau links auf dem Foto, organisiert gerade eine Autorallye von Hamburg nach Shanghai, die letzten Sonntag startete. 66 Tage durch Europa, den Kaukasus, Zentralasien und China! Passend zu 40 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg - Shanghai.



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