Das wäre wirklich mal ein Wagnis!
"Was machen Sie beruflich?"
Das berufliche Leben als Patchwork, entstanden aus Neigungen, Begabungen und - dem Zufall. Einige "Grundfarben" tauchen immer wieder auf und halten alles zusammen. Mein besonderes Interesse gilt: Sprache(n); anderen Menschen und ihren Lebensgeschichten; alternativen Lebensentwürfen jenseits von Konsum und Hektik; fremden Kulturen (insbesondere China) und den reizvollen Unwägbarkeiten interkultureller Begegnungen.
Sonntag, 26. Juli 2015
Sonntag, 12. Juli 2015
Momo in China und Deutschland
Am 27. Juni moderierte ich im Konfuzius-Institut in Hamburg ein Gespräch über "Momo in China und Deutschland - Gedanken über ökonomische und innere Werte". Gäste waren der chinesische Zen-Buddhist Dayuan, Abt des Liuzu-Klosters in Südchina, und der deutsche Filmemacher und Prozessbegleiter Oliver Sachs.
In dem bekannten Buch von Michael Ende, erschienen 1973, geht es um das kleine elternlose Mädchen Momo, das die Welt vor den grauen Herren rettet, die den Menschen ihre Lebenszeit rauben.
Im Gespräch ging der Mönch stärker auf die persönlichen Faktoren ein, die den Menschen dazu bringen, sich mit den grauen Herren einzulassen. Oliver Sachs dagegen analysierte das Buch als "Parabel über Geldsysteme, ihre Konstruktion und deren Auswirkungen auf die menschliche Gemeinschaft." Doch er betonte auch, dass für ihn gerade die Verbindung dieser verschiedenen Ebenen das Buch so interessant macht.

Oliver Sachs hat bereits mit einem Team einen Kurzfilm über "40 Jahre Momo - ein Märchen wird erwachsen" gedreht und plant einen Langfilm, der per Crowdfunding finanziert werden soll.
Mehr Informationen unter: www.40jahremomo.de
Donnerstag, 14. Mai 2015
Samstag, 9. Mai 2015
Langes Wort (1)
Auf einem Schrank im Aufenthaltsraum eines Krankenhauses las ich gestern den Aufkleber DKH-PAPPBLUMENVASEN. Wobei DKH vermutlich für DIAKONIEKRANKENHAUS steht, der Aufkleber also auf den DIAKONIEKRANKENHAUSPAPPBLUMENVASENSCHRANK hindeutet.
Mittwoch, 29. April 2015
Altern in China - Neumünster
Am 26.4. war ich an der VHS Neumünster zu einem Vortrag über "Altern in China" eingeladen. Ein sehr angenehmer Sonntagnachmittag, mit interessierten (und informierten) ZuhörerInnen, Kaffee und Kuchen und einer lebhaften Diskussion.
China und Deutschland haben in Bezug auf das Alter vergleichbare Probleme. Beides sind alternde Gesellschaften und es ist interessant zu vergleichen, wie sie mit dieser Herausforderung umgehen.
Aber ich beginne den Vortrag mit einem Zitat von Konfuzius. Er gibt darin einen Abriss der verschiedenen Lebensstufen und der jeweiligen Aufgaben. Für ihn ist das Alter kein "Problem", sondern eine Zeit der Freiheit und der Weisheit. Und das sollte man sich ruhig auch gelegentlich vor Augen halten.
Aber ich beginne den Vortrag mit einem Zitat von Konfuzius. Er gibt darin einen Abriss der verschiedenen Lebensstufen und der jeweiligen Aufgaben. Für ihn ist das Alter kein "Problem", sondern eine Zeit der Freiheit und der Weisheit. Und das sollte man sich ruhig auch gelegentlich vor Augen halten.
Ich war fünfzehn, und mein Wille stand aufs Lernen, mit dreißig stand ich fest, mit vierzig hatte ich keine Zweifel mehr, mit fünfzig war mir das Gesetz des Himmels kund, mit sechzig war mein Ohr aufgetan, mit siebzig konnte ich meines Herzens Wünschen folgen, ohne das Maß zu übertreten. (Gespräche II,4)
Freitag, 27. März 2015
Frühlingsgedicht
Ich habe mir vorgenommen, ab jetzt jedes Jahr für jede Jahreszeit ein Gedicht auswendig zu lernen.
Frühling
Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
Die Bäume nicken sich's zu.
Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.
Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.«
O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh':
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag's auch du.
Theodor Fontane (1851)
Frühling
Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
Die Bäume nicken sich's zu.
Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.
Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.«
O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh':
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag's auch du.
Theodor Fontane (1851)
Donnerstag, 19. März 2015
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